Jahresbericht 2010
Die Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe hat sich in gemeinsamer Arbeit mit ihren Projektpartnern eine fundierte Kenntnis über die Ursachen von Armut, Hunger und Not und die zugrundeliegenden naturbedingten und sozioökonomischen Zusammenhänge weltweit erarbeitet.
Sie fördert
*Menschen, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Lebensverhältnisse unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen und individuellen Bedürfnisse eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten.
* Ansätze, um die hierarchischen Sozialordnungen durch selbstbestimmte und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe - gerade von Frauen - in allen Lebensbereichen zu ersetzen.
*Arbeits- und Lebensverhältnisse, die unter Beachtung ökologischer Notwendigkeiten und auf der Grundlage assoziativer Wirtschaftsbeziehungen dauerhaft Regionalstrukturen aufbauen.
Bei einer so verstandenen Entwicklungszusammenarbeit strebt sie die Kooperation mit Partnern an, die sich für kulturelle Identität und Freiheit im Geistesleben, für die Gleichheit im Rechtsleben und für Solidarität und Teilhabe in einem ökologischen und sozialen Wirtschaftsleben weltweit einsetzen.
Ziel ist, mit Hilfe dieser Zusammenarbeit Grundlagen für eine freie und breite Entfaltung individueller Persönlichkeiten in ihren sozialen und kulturellen Lebensumfeldern zu schaffen.
Kuratorium:
Das Kuratorium hat sich in 2010 aufgelöst. Alternativ dazu wird die Geschäftsführung einmal im Jahr zu einer offenen Rechenschafts-sitzung und einem Werkstattgespräch einladen.
Stiftungsrat 2010:
Gerda Büker (Sprecherin), Dirk Lücke, Reinhard Micheel, Bettina Wamsler, Michael Lieberoth-Leden
Stiftungsrat 2011:
Thea Clostermann, Holger Firnau, Michael Lieberoth-Leden, Reinhard Micheel, Toni Ryf, Christel Schäfer-Metzler
Geschäftsführung: Dr. Annette Massmann
Stiftungsbüro:
Astrid Blei, Marlies Bölling, Beatrice Nolte (ab 15.01.2010), Beate Oladeji und Adulis Tadesse (bis 31.12.2010) (alle in Teilzeit)
Kooperation mit:
- GLS Treuhand e.V.
- GLS Gemeinschaftsbank eG
- VENRO Verband Entwicklungspolitik e.V.
- DPWV Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
In unserem 31. Arbeitsjahr konnten wir 71 Projekte fördern und zwar mit 2.216.100,76 EUR. Dies ermöglichten 3.749 Personen mit 2.166.544,81 EUR, die in 19.267 Spenden eingingen.
Dazu kamen Zuschüsse der deutschen Bundesregierung in Höhe von 154.333,33 EUR für die Projekte „Integrierte Selbsthilfe für KleinbäuerInnen“ in Kenia (Regenwassertanks; Milchziegen, Gemüsegärten) und „Bau des zweiten Gebäude-Flügels für ein Zufluchtshaus für Frauen und Kinder“ in Nepal.
Allen Spender/innen sei recht herzlich im Namen der Begünstigten gedankt.
Die Zuwendungen gingen mit 46,94 % nach Afrika, mit 40,52 % nach Asien, mit 10,24 % nach Lateinamerika und zu 2,30 % an sonstige Projekte (siehe Projektliste).
Die Werbe- und Verwaltungsausgaben betrugen 4,6 % der Gesamtausgaben (Berechnung nach DZI-Richtlinien). Sie wurden aus Zinsen, Mieten, Rücklagen und Verwaltungsspenden gedeckt. Es prüft uns die Solidaris Revisions-GmbH.
Der Wirtschaftsprüfungsbericht und der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers stehen hier zum Download bereit.
