Gegen Mädchenbeschneidung mit Sara-Clubs

Ein Mädchen (rechts) trägt gerade anmutig vor, warum sie sich einer Beschneidung verweigert. Finster und ratlos sitzen die Eltern auf der Bank, denn dem Vater winkt ein Angebot von mehreren Kühen, wenn er seine „sexuell gereinigte“ Tochter an einen Bewerber verheiratet.
Ein Mädchen (rechts) trägt gerade anmutig vor, warum sie sich einer Beschneidung verweigert. Finster und ratlos sitzen die Eltern auf der Bank, denn dem Vater winkt ein Angebot von mehreren Kühen, wenn er seine „sexuell gereinigte“ Tochter an einen Bewerber verheiratet.

Drei Gruppen von Aufklärerinnen sind im Netzwerk-Rafael aktiv. Eine der Methoden ist es, an Schulen einen so genannten Sara-Club zu gründen, wo eine phantasievolle, künstlerische Beschäftigung der Jugendlichen mit dem Thema Mädchenbeschneidung stattfindet.

Das Thema wird aus der Perspektive der beteiligten Menschen aus vielen sozialen Perspektiven beleuchtet, sowie mit Rollenspielen, kritischen Liedern und Gedichten begriffen. Die jungen Leute lernen eine schlüssige Argumentation kennen und üben, wie sie sie in der eigenen Familie geschickt anwenden können. In Tansania nimmt die Zahl der Sara-Clubs zu.

Die meisten Dörfer liegen recht abgeschieden. Die Aufklärerinnen können sie nur nach mehrstündiger Fahrt mit einem Geländewagen erreichen. Die Miete für einen solchen Wagen samt Fahrer kostet 62 € pro Tag.

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