Ehrenamtlicher Zahnarzteinsatz

Wenn der schmerzende Zahnrest endlich ausgegraben ist, lacht selbst der Patient.
Wenn der schmerzende Zahnrest endlich ausgegraben ist, lacht selbst der Patient.

Wenn der Zahnschmerz nachlässt...

In Nepal kamen 2001 auf 100.000 Menschen vier Ärzte. An dieser Relation hat sich bislang nichts geändert. Emmo Martin, Zahnarzt aus Deutschland, schafft hier Abhilfe. Doch für seinen Einsatz brauch er eine Ausstattung.

Hari Aryat ist 46 Jahre alt. In seinem Leben war er noch nie bei einem Zahnarzt. Das Geld dazu gibt sein kleiner Kiosk nicht her. An eine Krankenversicherung ist ohnehin nicht zu denken. Doch seine Zähne schmerzen. Stark gezuckerter Tee hat seine Zähne angegriffen. Einige Zahnhälse liegen frei. Ein Backenzahn ist abgebrochen. Die Mehrheit der Nepalesen teilt dieses Los.

Dr. Emmo Martin, pensionierter Zahnarzt aus Moosbach, schafft Abhilfe. Seit einigen Jahren fährt er jeweils für acht Wochen nach Nepal und behandelt ehrenamtlich. „Fachkollegen können sich kaum vorstellen, was man hier alles sieht“, sagt er, während er ruhig einen weiteren Patienten behandelt. Die schwierigsten Fälle seien die, wo er Zahnreste ausgraben müsse  - nur ausgestattet mit einfachen Instrumenten.

Dr. Martin arbeitet jeden Tag bis zu 14 Stunden – nicht nur in der Hauptstadt Kathmandu sondern auch auf dem Land - bis die Hände es nicht mehr mitmachen. Es seien einfach so Viele, die seine Hilfe benötigen.

Einen Röntgenapparat, einen Zahnarztstuhl sowie eine Bohreinheit wünschte er sich für seine Arbeit in Nepal. Und Dr. Martin fügt hinzu: „Wenn ich noch einen Kollegen finden könnte, der die Arbeit weiterführt, wenn ich altersbedingt ausscheiden muss…“

Die Kosten von 3.000 Euro für Röntgenapparat, Zahnarztstuhl sowie Bohreinheit aus indischer Fabrikation sind durch Ihre Spenden zusammengekommen. Die Ausrüstung konnte hiermit angeschafft werden. Nun fehlt nur noch der einsatzfreudige Kollege.

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