Durch eine Familienpatenschaft zur Eigenständigkeit

Vier Jahre lang sollen Familien eine Unterstützung erfahren, um sich innerhalb dieses Zeitraumes eine tragfähige Grundlage zur Verbesserung ihres Einkommens zu erarbeiten.

Die Patenzahlungen von 31,- Euro pro Monat werden z.B. für den Hausbau, den Kauf einer Kuh oder eine Ausbildung verwendet.

Wie die Unterstützung im Einzelnen eingesetzt wird, das erarbeiten die Familien mit den Mitarbeitern der Diözese Kanjirapally. Die Diözese liegt im südwest-indischen Gliedstaat Kerala, im Gebiet der Tee-Hügel von Peermade. Die Organisation wurde 1980 gegründet.

Das Patenschaftsprogramm unterstützt zurzeit 1.220 bedürftige Familien.

Vier-Jahres-Plan für Entwicklung

Mit den einzelnen Familien wird ein Vier-Jahres-Plan über ihre Zielsetzungen auf dem Weg zur nachhaltigen Unabhängigkeit abgestimmt. Die dazu nötigen Investitionen werden erarbeitet und beschlossen. Der Sozialarbeiter K.V. Johns, der Buchhalter Sebastian Dias und Pater Augustine beraten und begleiten die Familien. Die Patenzahlungen kommen zunächst auf ein Sparkonto der Familie. Von dort werden die Abhebungen nach Absprache und mit Unterschrift von Herrn Johns oder Herrn Dias getätigt.

Familienleben in Indien

Familienleben hat in Indien eine ganz besonders große Bedeutung innerhalb klar gesetzter Rollenverständnisse. Dies gilt insbesondere auf dem Land. Väter sind oft Alleinverdiener, die meisten Männer haben ein unregelmäßiges Einkommen als Tagelöhner oder Kleinbauer. Die Frauen kümmern sich zumeist um den Haushalt und die Erziehung der Kinder. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Wasserholen, wobei sie oft Strecken von über vier Kilometern zurücklegen müssen. Das ganze Jahr über besteht zumeist Wassermangel.

Sozialer Hintergrund

Die meisten Familien sind sehr arm und können sich kein massiv gebautes Haus leisten. Sie leben oft in Stroh gedeckten, instabilen Hütten aus Lehm, die bei den starken Stürmen, die in dieser Region häufig vorkommen, leicht zusammenbrechen.

Wegen des verunreinigten Wassers und der unhygienischen Lebensbedingungen sind die Menschen häufig anfällig für viele Krankheiten.

Die Schulbildung der Kinder stellt ebenfalls ein großes Problem dar, da die Schulen oft mehrere Kilometer entfernt sind. Das erschwert einen kontinuierlichen Schulbesuch sehr. Oft müssen die Kinder mitarbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen.

Dank des Patenprogramms geben diese Ziegen der Familie eine Einkommensgrundlage
Dank des Patenprogramms geben diese Ziegen der Familie eine Einkommensgrundlage

Ziel des Patenprogramms

Das Patenprogramm möchte den Familien und Dorfgemeinschaften Hilfestellungen zu einer anhaltenden Entwicklung geben. Lokale Ressourcen sollen erhalten und das Bewusstsein für deren Wert gesteigert werden.

Mit der Schaffung einer materiellen Basis soll auch die mental-seelische Entwicklung zu hoffnungsfrohen Persönlichkeiten und Familien einhergehen.

Wie funktioniert eine Patenschaft?

Der monatliche Patenbeitrag beträgt 31,-€. Die Patenschaft ist auf den Zeitraum von vier Jahren angelegt. Eine Patenschaft kann bei Bedarf jederzeit ohne Kündigungsfrist beendet werden. Wir bitten um rechtzeitige Information, damit wir Ausgleich schaffen und einen neuen Paten suchen können. Die Patenbeiträge werden ohne jeden Abzug weitergeleitet.

Das Vertrauen, das aus mehrjähriger Zusammenarbeit gewachsen ist und die Wahrnehmung des Engagements der Betreuer sind Grundlage unserer Kooperation. Die Organisation wird jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft.

Kontakt zur Patenfamilie

Einmal pro Jahr erhalten die Paten einen Brief der Familie und ein Foto. Die Briefe sind in Englisch verfasst (eine Übersetzung durch uns ist kostenlos möglich, wir bitten um einen Hinweis).

Briefe an Ihre Patenfamilie können Sie kostenlos über uns leiten, das macht die Zustellung sicherer.

Nach vorheriger Abstimmung mit der Organisation ist auch ein Besuch vor Ort möglich. Wir sind bei den Vorbereitungen dazu gerne behilflich.

 

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Projekte in:

PDS - Peermade Development Society

Hier geht es direkt zur Homepage der Organisation:

Peermade Development Society

Bericht von Ortsansässigen

Ein Bericht aus Indien:

"Family sponsorship in India"