Nairobi: Kindergarten im Slum

Gemeinsames Frühstück
Neue Kraft sammeln für den Nachmittag

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In vielen Vororten Nairobis herrscht überwiegend Armut. Kinder spielen hier auf der Straße und sind häufig sich selbst überlassen. Geregelte Mahlzeiten gibt es aufgrund des geringen Einkommens nur in wenigen Familien, und so leiden besonders die Kleinen  an Mangelerscheinungen. Diese Kinder haben einen schwierigen Start ins Leben. Der Kivulini-Kindergarten bietet ihnen einen sicheren Ort, an dem sie sich entwickeln können.

Gründung des Kindergartens

Die Gründung des Kivulini-Kindergartens ging aus einer Initiative der Rudolf Steiner School Mbagathi, in der Nähe Nairobis, hervor. Etwa 237 Kinder aus den verschiedensten Ethnien Kenias besuchen dort die Schule – vom Kindergarten bis zur neunten Klasse. Da die Anmeldungen die Kapazitäten der Schule überstiegen, musste ein weiterer Kindergarten gegründet werden. Als Ort bot sich Ongata Rongai an, ein großer Slum außerhalb Nairobis, der fünf Kilometer von der Mbagathi Schule entfernt liegt. Anfang 2005 war es soweit: Der Kivulini-Kindergarten öffnete seine Türen. Seitdem werden hier Kleinkinder aus der Umgebung betreut.

Eine sichere Umgebung

2008 besuchten 24 Kinder den Kivulini Kindergarten. Zwei Erzieherinnen kümmern sich um die Kleinen. Sie sorgen für einen geregelten Ablauf, der den Kindern Sicherheit und Vertrauen gibt. Morgens werden die Kinder, die weiter weg wohnen oder von ihren Eltern nicht gebracht werden können, mit einem Bus eingesammelt. Am Kindergarten angekommen, essen alle gemeinsam das Frühstück, z. B. Bananen oder einen nahrhaften Brei, den die Erzieherinnen zubereiten. Die Kinder lieben es, danach in den freundlichen Räumen zu spielen oder zu basteln. Zum Mittag setzen sich alle wieder an den großen Tisch. Die bereiteten Mahlzeiten sind oft das Einzige, was die Kinder am Tag zu essen bekommen. Nach dem Essen räumt jedes Kind seinen Teller selbst weg und wäscht sich die Hände. Der Spielraum wird nun mit kleinen Matratzen gefüllt, auf denen die Kleinen ihren Mittagsschlaf machen. Am Nachmittag schließt der Kindergarten.

 

Sozialer Hintergrund der Kinder

In den Slums um Nairobi leben viele Menschen, die ihre Heimatdörfer in der Hoffnung verlassen haben, in der Stadt Arbeit zu finden und sich und ihren Familien einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen. Doch viele von ihnen finden eine andere Realität vor. In Nairobi gibt es nur begrenzt Arbeit und die Lebenshaltungskosten sind hoch. Weil die Menschen ihr Land in den Dörfern verkauft haben, ist eine Rückkehr in ihre Dörfer nicht möglich. Der Einzug in noch größere Armut beginnt. Die hoffnungslosen Aussichten begünstigen den Einstieg in die Kriminalität und den Drogenkonsum. In solch einem Umfeld haben Kinder keine Chance auf eine kindgerechte Entwicklung.

Eine Chance zur Entwicklung

Auffällig ist, wie gerne die Kinder in den Kivulini-Kindergarten gehen. Die Erzieherinnen berichten, dass die Kleinen zu Anfang häufig fast lethargisch sind oder viel weinen. Gründe dafür sind der Mangel an regelmäßigen Mahlzeiten und Aufmerksamkeit, den diese Kinder erlitten haben. Doch nach einigen Wochen in der neuen Umgebung fassen sie Vertrauen und fangen an mit den anderen Kindern zu spielen. Sie entwickeln Freude am Spielen und Lernen und ein erstes Verantwortungsbewusstsein, auch für die anderen Kinder.

Mit einer Spende von EUR 31,00 ermöglichen Sie einem Kind aus den Slumvierteln einen vertrauensvollen Start ins Leben.

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