Kinder-Patenschaft zu einem Fußballjungen

Diego Marcelo ist zehn Jahre alt. Sein Vater arbeitet als Tagelöhner. Seine Mutter führt den Haushalt mit drei Kindern. Das Einkommen des Vaters reicht nicht für die Schulbildung der Kinder. Diego Marcelo sucht einen Paten, denn er will eine Perspektive jenseits eines Lebens im Elendsviertel.

Die Jungen der Schule Tahuichi
Die Jungen der Schule Tahuichi

Die Schule

Diese Perspektive gibt ihm die Fußballschule Tahuichi. Dort in Santa Cruz im bolivianischen Flachland wird ca. 3.000 Jungen die Chance zu Bildung geboten. Hauptaugenmerk wird auf die Vermittlung der moralischen Haltung gelegt. Es geht um Disziplin, Fairness, Pünktlichkeit, Besonnenheit, Verantwortungsgefühl, Motivation usw. Dreh- und Angelpunkt ist die südamerikanische Fußballbegeisterung. Mit einer persönlichen Patenschaft zu einem Fußballjungen hilft man direkt einem Jungen aus den Armenvierteln in Santa Cruz, Bolivien. Die Patenkinder werden in Gruppen zu 30 Kindern zusammengefasst und erhalten eine umfassende Betreuung.

  • Vermittlung und Überwachung des Schulbesuchs;
  • Ermöglichung einer medizinischen und zahnärztlichen Betreuung;
  • Mindestens drei Sportnachmittage pro Woche unter Anleitung von Trainern bzw. Betreuern. In dieser Zeit wird verstärkt auf die Vermittlung von moralischen Grundlagen Wert gelegt. Die Kinder sollen Disziplin, Fairness, Pünktlichkeit, Besonnenheit, Verantwortungsgefühl und Motivation selbst erfahren und schließlich auch erlernen.
  • Eine gemeinsame, vollwertige, Mahlzeit nach dem Training.

Die Organisation

Als selbstverwalteter Träger sorgt die Geschäftsstelle der Academia Tahuichi mit ihren Mitarbeitern, Trainern und Betreuern für die Organisation und Koordination der verschiedenen Aktivitäten. Seit ihrer Gründung vor 20 Jahren hat Tahuichi wiederholt und stetig bewiesen, als Hilfe zur Selbsthilfe von Bolivianern für Bolivianer gesteckte Ziele auch erreichen zu können. Neben diversen sportlichen Erfolgen hat besonders das soziale Engagement wiederholt internationale Anerkennung gefunden. So wurde die Schule bereits mehrmals zum Friedensnobelpreis nominiert und fungiert darüber hinaus nach Ernennung der OAS-Staaten als „Botschafter des Jugendsports aller amerikanischen Staaten“.
Selbst die Vereinten Nationen würdigten die Arbeit Tahuichis bereits mit der Sonderehrung zum „Botschafter des guten Willens gegen die Drogen“.

 

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Wie funktioniert eine Patenschaft?

Der monatliche Patenbeitrag beträgt 31,-€.

Die Betreuung des Patenkindes durch die Academia Tahuichi dauert vom 3. bis zum 14. Lebensjahr. Eine Patenschaft kann bei Bedarf jederzeit ohne Kündigungsfrist beendet werden. Wir bitten um rechtzeitige Information, damit wir Ausgleich schaffen und einen neuen Paten suchen können.

Die Patenbeiträge werden von Deutschland aus ohne jeden Abzug weitergeleitet.

Das Vertrauen, das aus mehrjähriger Zusammenarbeit gewachsen ist, und die Wahrnehmung des Engagements der Lehrer und Betreuer, sind Grundlage unserer Kooperation. Die Schule wird jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft.

Kontakt zum Patenkind

Jeder Pate erhält einmal im Jahr einen persönlichen Brief des Patenkindes mit Foto und gegebenenfalls Zeugnis. Der Brief ist auf Englisch (eine Übersetzung durch uns ist kostenlos möglich, wir bitten um einen Hinweis). Bei jüngeren Kindern wird der Brief von der Lehrerin/ dem Lehrer verfasst.

Einmal pro Jahr gibt es einen Schulbericht, durch den ein Pate die Entwicklung der Schule innerhalb eines Schuljahres mitverfolgen kann. Briefe an Ihr Patenkind können Sie kostenlos über uns leiten, das macht die Zustellung sicherer. Nach vorheriger Abstimmung mit der Schule ist auch ein Besuch vor Ort möglich. Wir sind bei den Vorbereitungen dazu gerne behilflich.

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Informationen über Bolivien

Gesundheit und Ernährung
Bolivien ist ein junges Land. 43% der 6,7 Millionen Einwohner sind jünger als 15 Jahre. Von ihnen müssen 46,5% als chronisch unterernährt gelten (oftmals bestehen Frühstück und Abendessen der Patenschaftsempfänger nur aus dünnem Tee und einem Stück trockenen Brotes). Damit sind sie auch besonders anfällig für Parasiten und Infektionskrankheiten wie akuten Durchfall, Malaria und Chagas. 63.000 Kinder sterben jährlich vor dem Erreichen des fünften Lebensjahres, und dies an meist leicht heilbaren Erkältungskrankheiten und vor allem an Dehydration bei Diarrhöe, d.h. an Austrocknung des Körpers. Im Normalfall haben die Kinder und Jugendlichen keinerlei Zugang zu ärztlicher oder zahnärztlicher Betreuung.

Kinderarbeit
Hinzu kommt die Kinderarbeit. Überall in Bolivien sind Kinder als Schuhputzer, Verkäufer, Lastenträger oder Fabrikarbeiter zu Billigstlöhnen tätig. Ihre durchschnittliche Arbeitszeit beträgt dabei nach einer Studie manchmal acht, oftmals allerdings zehn bis zwölf Stunden täglich.

Familie und Unterkunft
Nur die Hälfte der Kinder lebt noch bei beiden Eltern in oftmals ärmsten Verhältnissen. Keine Seltenheit sind einfachste Behausungen aus Lehm, Holz und Steinen mit provisorischen Einrichtungsgegenständen. Gar 20% wachsen als Waise auf. Viele davon haben keine Unterkunft und leben auf der Straße.

Schule und Erziehung
Darüber hinaus wird diese trostlose Lage der jungen Bolivianer noch durch die tiefe Krise des Erziehungs- und Schulsystems erschwert. Trotz deutlicher Fortschritte ist Bolivien immer noch eines der am wenigsten erfolgreichen Länder in Lateinamerika. Auch heute besuchen nicht einmal 50% der fünf bis 19 Jährigen die Schule. Und selbst die privilegierte Hälfte erhält dort keine Ausbildung im europäischen Sinne, sondern hat mit erheblichen materiellen Mängeln in der Ausstattung, dem Fehlen von klaren Konzeptionen bzgl. der Volksbildung und extrem ausartenden Streiks von Lehrkräften zu kämpfen.

Drogen und Kriminalität
Unter diesen Umständen erstaunt es kaum, dass viele der Kinder die billigen Pitillos (Zigaretten aus unreiner Kokapaste) rauchen, Alkohol trinken (der meist sogar pur getrunken wird) oder sich mit dem Schnüffeln an Lösungsmitteln zu betäuben. Gerade in den letzten Jahren haben die Drogenprobleme von Kindern und Jugendlichen in Santa Cruz erheblich zugenommen.
Oft öffnet die Hoffnungs- und Ausweglosigkeit auch der Kriminalität alle Türen und führt die jungen Menschen in große Versuchungen, denen sie nicht widerstehen können.

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online-spenden

Patenschaften in:

Homepage der Academia Tahuichi

Hier gelangen Sie direkt zu Organisation vor Ort:

Academia Tahuichi Aguilera

FIFA Bericht zur Academia Tahuichi

Hier finden Sie einen kurzen Bericht zu einem Videobeitrag, den die FIFA kürzlich zur Academia Tahuichi veröffentlichte.

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