Nachricht vom: 30.11.09

ENTWICKLUNGSHILFE BRIEF erschienen

Frauen in Kenia organisieren einen eigenen Sparzirkel, der Kleinstkredite vergibt. In Uganda sparen Kleinbäuerinnen 75 % an Feuerholz durch spezielle Brennöfen. Und in Nicaragua produzieren Menschen Baumwolle auf ökologischem Weg. Nur drei der beeindruckenden Projekte, die ausführlich im neuen ENTWICKLUNGSHILFE BRIEF beschrieben sind. Neben diesen aktuellen geht es auch um zuvor geförderte Initiativen und was aus ihnen geworden ist.

Hier können Sie den aktuellen Brief als PDF-Datei herunterladen.

Grußwort von Dr. Annette Massmann:

Liebe Leserin, lieber Leser,

Elinor Ostrom, US-amerikanische Politologin, erhält den Wirtschaftsnobelpreis 2009. Sie forscht, wie Gemeinschaftsgüter, zum Beispiel Boden, Wasser, Wälder, Erdöl, nachhaltig und gemeinschaftlich verwaltet werden können und was dies für den Umgang mit immer knapper werdenden Ressourcen bedeutet.

Es sind Fragen aus dem Alltag unserer Projekte: Wenn es etwa um die gemeinschaftliche Nutzung knapper Wasservorkommen beim Staubeckenbau in Kenia oder von Wäldern in Nepal geht, oder um die Auseinandersetzungen zwischen multinationalen Bergwerksunternehmen und Bauern in den Hochanden von Peru. Wir haben gelernt, dass eine selbst organisierte Verwaltung von Gemeinschaftsgütern den beteiligten Menschen die Möglichkeiten bietet, gut von und mit diesen Gemeingütern zu leben und sie für nachfolgende Generationen zu schützen. Dieses Lernen beinhaltet auch, Natur nicht als ein Gegenüber von uns, sondern uns als Teil von ihr zu sehen.

Es beinhaltet, Grenzen des Wachstums anzuerkennen. Es beinhaltet, aus der Finanz-, Wirtschafts-, Armuts-, Klimakrise zu lernen, neue Wege zu gehen …

… so wie zum Beispiel der aktuelle Weltagrarbericht, der aufzeigt, dass Ernährungssicherheit und -souveränität weltweit machbar sind – wenn wir die industrielle Agrarproduktion und die Ernährungsgewohnheiten radikal verändern, Kleinbauern stärken, Saatgutvielfalt bewahren und den organischen Landbau ausweiten. Neue Ansätze wachsen im Kleinen, Ehrungen – wie der Wirtschaftsnobelpreis – schaffen Aufmerksamkeit und hoffentlich Rückenwind. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg – auch dank Ihrer Unterstützung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

 

 

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